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Für eine Welt im grünen Bereich

Auf einen Blick

Erfolge und Massnahmen

  • Verabschiedung einer konzernweiten Umweltrichtlinie
  • Umfassende Schulungen im Bereich Umweltschutz
  • Verschiedene Aktivitäten zur Abfallvermeidung und Verbesserung der Wassereffizienz

Umweltschutz

Umweltschutz und Ressourceneffizienz spielen für uns als produzierendes Unternehmen eine grosse Rolle. Innerhalb unserer Werke, aber auch in Logistik, Reparatur und Produkttests haben wir das Ziel, unsere Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten und uns durch Effizienzsteigerungen oder beispielsweise eine störungsfreie Produktion kontinuierlich zu verbessern. Daher nehmen wir die Themen Abfall, Wassereffizienz und Schadstoffemissionen ebenso in den Fokus wie unsere CO2-Emissionen und die Potenziale der Kreislaufwirtschaft. 

Mehr Information: CO2 und Kreislaufwirtschaft

Abfälle entstehen vor allem bei der Herstellung unserer Produkte in unseren Werken. Ein Grossteil dieser Abfälle wird von externen Dienstleistern entsorgt, die über die entsprechenden Zertifizierungen zur Entsorgung der jeweiligen Art der Abfälle verfügen. In der Produktion sowie bei Produkttests entstehen Abfälle unterschiedlicher Stoffgruppen, allen voran Beton und metallische Fraktionen. Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie streben wir an, unsere Recycling-Quote zukünftig so weit wie möglich zu erhöhen sowie sicherzustellen, dass keine unserer Abfälle deponiert werden.

Wir verpflichten uns, zukünftig keine Abfälle auf Deponien zu entsorgen.

Aufteilung des Gesamtabfalls nach Kategorien1, 2

   
in t    
 201820192020Verän-
derung
Abfall gesamt 23 75825 02023 571-6%
Beton7 6338 2017 271-11%
Metall5 4495 8305 058-13%
Chemischer Abfall1 5091 0781 31322%
Papier2 2962 2532 89128%
Plastik357350905159%
Holz8451 0231 23220%
Elektroschrott2 6122 5462 459-3%
Sonstiges 3 0583 7392 442-35%

1 inkl. zurückgenommener Flottengeräte
2 Aufgrund zunehmender Transparenz in der Position «Sonstiges» hat es Verschiebungen zu anderen Abfall-Kategorien gegeben.

Wasser nutzen wir im Wesentlichen für spezifische Produktionsschritte, zum Beispiel bei der Oberflächenbehandlung unserer Verbrauchsmaterialien, wie Nägel oder Dübel. Fast zwei Drittel unseres gruppenweiten Wasserverbrauchs gehen dabei auf vier Werke zurück, auf die wir unsere Aktivitäten in einem ersten Schritt fokussieren, um weitere Verbesserungen zu erzielen.

Wasserverbrauch in unseren Werken

Grafik: Hilti: Balkengrafik zum Wasserverbrauch in den Hilti-Werken für die Jahre 2018, 2019 und 2020

10%
weniger Wasserverbrauch in unserem Werk in Zhanjiang in den letzten drei Jahren.

Im Produktionsprozess entstehen zudem Schadstoffemissionen, die in der Werksumgebung in die Luft und das Wasser eingehen. Wir messen an allen Standorten die wesentlichen entstehenden Substanzen und erfüllen die lokalen gesetzlichen Emissionsauflagen. Es ist geplant, eine strukturierte Identifizierung sämtlicher entstehender Schadstoffe vorzunehmen und bisher gegebenenfalls nicht berücksichtigte relevante Substanzen zukünftig regelmässig zu messen.

Organisatorische Verankerung

Das Thema Umweltschutz ist bei uns im Bereich Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (HSE) unter der Leitung des Chief Compliance Officers angesiedelt. Zudem sind in unseren Werken, Logistik- und Reparaturzentren über das gesamte Unternehmen rund 200 HSE-Beauftragte benannt.

Rund
200

Beauftragte für Gesundheit, Sicherheit und Umwelt gibt es in unseren Werken, Logistik- und Reparaturzentren.

Implementierung

Über die Einhaltung lokal geltender Umweltschutzgesetze hinaus wollen wir das Umweltmanagement an unseren Standorten stärker vereinheitlichen und optimieren. Dazu haben wir eine konzernweite interne Umweltrichtlinie verabschiedet, die 2020 von allen rechtlichen Einheiten in unserer Gruppe ratifiziert wurde. Die Richtlinie orientiert sich an der Industrienorm ISO 14001:2015. Sie legt unsere grundsätzlichen Ambitionen mit Blick auf den Umweltschutz fest und regelt, mit welchen Massnahmen und Prozessen wir unseren ökologischen Fussabdruck verringern wollen.

Wir animieren alle Mitarbeitenden, ihr tägliches Handeln an den in der Richtlinie beschriebenen Massstäben zu messen und Verbesserungspotenziale aufzuzeigen. An mehreren Standorten haben wir ein internes Ticketsystem eingeführt, mit dem Vorfälle im Bereich Umweltschutz an die zuständige Führungskraft gemeldet werden können. Auch mit internen Schulungen, sowohl Präsenztrainings als auch E-Learnings, sowie mit Informationsangeboten sensibilisieren wir unsere Mitarbeitenden für Umweltschutz bei Hilti und für ihre individuelle Verantwortung. So führen wir beispielsweise regelmässige Gefahrstoffschulungen zu Themen wie richtiger Lagerung oder Verhalten im Notfall durch für Mitarbeitende, die mit diesen Stoffen umgehen.

Foto: Hilti: Schulung Mitarbeiter Umweltschutz, Männer mit Helm stehen auf einer Baustelle
Mit Schulungen sowie mit Informationsangeboten sensibilisieren wir für Umweltschutz.

Darüber hinaus haben wir in den vergangenen Jahren im Hinblick auf Abfallvermeidung und Wassereffizienz bereits wesentliche Schritte unternommen. Im Folgenden sind einige Beispiele dargestellt:

Für unsere Betonabfälle haben wir beispielsweise an unserem Standort in Schaan (Liechtenstein) bereits seit langem eine umweltverträgliche Weiterverwertung etabliert: Sie werden in direkter Nähe rezykliert und im Baugewerbe und im Strassenbau eingesetzt.

Die in unserem Personalrestaurant in der Konzernzentrale anfallenden Lebensmittel- und Küchenabfälle werden gesammelt und durch eine lokale Entsorgungsagentur in eine Kläranlage vor Ort überführt. Das aus der Biomasse zusammen mit Klärschlamm entstehende Gas wird von Kohlendioxid gereinigt und im Anschluss als hochwertiges Biogas in das liechtensteinische Gasversorgungsnetz eingespeist.

In unserem Werk in Navsari (Indien) haben wir mit der Anwendung von Lean-Methoden den Verbrauch von Graphit, den wir als Hilfsmittel im Produktionsprozess verwenden, erheblich senken können. Durch die Möglichkeit einer Wiederverwendung des anfallenden Graphits und der gezielten Steuerung der Prozessparameter im Heisspressbereich konnte das Abfallaufkommen um mehr als 50 Prozent reduziert werden.

Durch die Umstellung von Einweg- auf Mehrwegtransportbehälter in unserem Werk in Thüringen (Österreich) konnten wir den Bedarf an Kleinladungsträger-Kartonagen von 25 000 Stück pro Jahr um mehr als 70 Prozent senken.

Für einzelne Produktionsschritte haben wir bereits Möglichkeiten zur Wassereinsparung umgesetzt. So bereiten wir etwa in mehreren Werken das verwendete Wasser für Veredelungsprozesse teilweise wieder auf und können es im Kreislauf verwenden, anstatt Frischwasser zuzuführen.

Unsere Abwässer werden in betriebsinternen Abwasserreinigungsanlagen aufbereitet und anschliessend den kommunalen Abwassersystemen zugeführt.

In unserem Werk in Zhanjiang (China), das etwa ein Drittel des Wasserbedarfs in unseren Werken ausmacht, konnten wir durch Prozessoptimierung in der Oberflächenbehandlung den Wasserverbrauch innerhalb der letzten drei Jahre um mehr als 10 Prozent senken.