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Verantwortungsvoller Partner

Auf einen Blick

Erfolge und Massnahmen

  • 80 Audits wurden bei unseren Lieferanten im Jahr 2020 durchgeführt
  • Einführung der Einkaufssoftware SAP Ariba für eine höhere Transparenz zu Nachhaltigkeit in der Lieferkette

Nachhaltige Lieferkette

Unser globales Lieferantennetzwerk leistet einen wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung, Qualität und Innovationskraft unseres Unternehmens. Unsere Lieferanten haben damit einen bedeutenden Einfluss auf die Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele und sind zugleich starke Partner, um einen positiven Einfluss auf ökologische und soziale Aspekte unserer Geschäftstätigkeit zu nehmen.

Für den Einkauf des Materials, das direkt in unsere Produkte eingeht, arbeiten wir mit rund 800 Kernlieferanten zusammen. Etwa 65 Prozent dieser Zulieferer haben ihren Sitz in Europa, 30 Prozent im Raum Asien-Pazifik und 5 Prozent in der westlichen Hemisphäre ausserhalb Europas. Mehr als 85 Prozent dieses Einkaufsvolumens beziehen wir lokal in den jeweiligen Absatzregionen.

85%
des direkten Einkaufsvolumens beziehen wir lokal in den jeweiligen Absatzregionen.

In unserem Verhaltenskodex für Geschäftspartner regeln wir die Grundsätze der Zusammenarbeit mit unseren direkten Lieferanten. Dazu gehören die grundlegenden Prinzipien zu den Themen Korruptionsbekämpfung, Menschenrechte inklusive des Verzichtes auf Kinder- und Zwangsarbeit, Arbeitsbedingungen und Mindestlöhne, Umgang mit Gefahrstoffen sowie Umweltschutz.

Die Grundlagen unserer Unternehmenskultur – Integrität, Mut, Teamarbeit und Engagement – beschreiben den für uns untrennbaren Zusammenhang zwischen Geschäftserfolg und unternehmerischer Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden, Geschäftspartnern, der Gesellschaft und der Umwelt. Wir haben den Anspruch, dass auch unsere Lieferanten für diese Werte eintreten und entsprechend in Übereinstimmung mit unserem Verhaltenskodex handeln. Aus diesem Grund verpflichtet sich jeder Direktlieferant, mit dem wir zusammenarbeiten, vertraglich dazu, die grundlegenden Standards umzusetzen und einzuhalten.

Mit Audits Verbesserungen fördern

Alle unsere Direktlieferanten haben den Verhaltenskodex für Geschäftspartner unterzeichnet oder verfügen über eigene Kodizes, die unseren Anforderungen entsprechen. Im Rahmen von regelmässigen, standardisierten und angekündigten Audits vor Ort überprüfen wir unter anderem die Einhaltung und Umsetzung dieser Vereinbarungen. Dies geschieht über unsere internen Experten oder durch die externen Auditoren von Bureau Veritas.

Potenzielle Direktlieferanten durchlaufen vor Beginn einer Geschäftsbeziehung ein Evaluierungs-Audit, das auch ökologische und soziale Kriterien umfasst. Treten wir mit einem Lieferanten in eine Geschäftsbeziehung ein, findet vor Beginn der Serienbelieferung ein Prozess-Audit mit Fokus auf Produktqualität statt. Alle drei bis fünf Jahre werden diese Audits wiederholt. Dabei werden auch die Arbeitsbedingungen und Sicherheitsregelungen beurteilt. Wenn ein Geschäftspartner wiederholt gegen die vereinbarten Standards verstösst und keine hinreichende Verbesserung dieser Situation erkennbar ist, beenden wir die Geschäftsbeziehung. Im Jahr 2020 wurden insgesamt 80 Audits bei unseren Lieferanten durchgeführt.

Foto: Hilti: Brian Sieben, Head of Sourcing Excellence

Wir wollen mit unseren Partnern unsere Lieferketten systematisch nachhaltiger gestalten.

Brian Sieben,
Head of Sourcing Excellence

Fünf Schritte zu mehr Nachhaltigkeit

Um unsere Lieferantenbeziehungen systematisch nachhaltiger zu gestalten, haben wir eine Strategie entwickelt, die unsere Aktivitäten schrittweise auf ein höheres Niveau hebt. Dabei haben wir uns in einem ersten Schritt auf die Schaffung einer weitgehenden Transparenz über unsere Geschäftspartner fokussiert. Ziel ist es, alle produktbezogenen Compliance-Zertifikate und Erklärungen (zum Beispiel RoHS & REACH), alle unternehmensbezogenen Umweltzertifikate, den unterzeichneten Verhaltenskodex für Lieferanten, die Ergebnisse unserer Lieferanten-Audits sowie externe Ratings und validierte Lieferantendaten von beispielsweise Dun & Bradstreet, EcoVadis oder Integrity Next transparent auf einer Plattform zu verfolgen und zu verwalten. Eng mit diesem Anliegen zusammen hängt der Einsatz der Einkaufssoftwarelösung SAP Ariba. Schon jetzt stehen wir über dieses System mit in etwa 750 Lieferanten in Verbindung, die mehr als 80 Prozent unseres gesamten Einkaufsvolumens von Komponenten und Rohmaterialien abwickeln. Unser Ziel ist es, zukünftig mit allen Lieferanten über SAP Ariba in Verbindung zu stehen, also auch mit jenen, von denen wir beispielsweise Büromaterialien und Dienstleistungen beziehen. Dies erlaubt uns, Standards, Vereinbarungen und Auditergebnisse zu dokumentieren, und unterstützt dabei unsere Lieferantenbeziehungen systematisch zu entwickeln.

Im zweiten Schritt wollen wir die Nachhaltigkeitsbewertungen und -kennzahlen unserer Lieferanten bei allen Beschaffungsvorgängen sicherstellen. Hierzu werden Nachhaltigkeitsbewertungen wie die von EcoVadis oder Integrity Next zu Rate gezogen, die in ein Bonus-Malus-System in SAP Ariba eingehen. Nach der Bewertung unseres kompletten Lieferantenportfolios wollen wir in einem dritten Schritt stärkeren Fokus auf Nachhaltigkeitsinitiativen bei einzelnen Materialgruppen legen. In dieser Phase planen wir auch, einen Best-Practice-Award für herausragende Nachhaltigkeitsinitiativen von Lieferanten zu vergeben. Im vierten Schritt beabsichtigen wir, systematisch unser Sublieferantenmanagement um Nachhaltigkeitsaspekte zu erweitern und in unser Nachhaltigkeitsmanagement einzubeziehen. Übergreifend wollen wir im fünften Schritt schliesslich die Einbindung von «EcoSourcing» und Kreislaufwirtschaft in unseren Produktentwicklungs-Prozess weiter vorantreiben.

Mehr Information: Kreislaufwirtschaft

Verantwortungsvoller Umgang mit Konfliktmineralien

In unseren Produkten verarbeiten wir aktuell Wolfram und Kobalt sowie Tantal und Gold in gewissen Elektroniken. Momentan gibt es mit Blick auf unsere Einsatzzwecke noch keinen gleichwertigen Ersatz für diese Mineralien, deren Abbau in einigen Weltregionen Konflikte mitfinanziert. Wir befragen unsere Lieferanten nach der Herkunft, um dies auszuschliessen. Unser langfristiges Ziel ist es, Konfliktmaterialien so weit wie möglich durch unproblematischere Stoffe zu ersetzen. So führen wir derzeit beispielsweise ein internes Forschungsprojekt durch, um Kobalt in Diamantsegmenten mittelfristig durch Nickel oder Eisen zu ersetzen.

Reduzierung unseres CO2-Fussabdrucks in partnerschaftlicher Zusammenarbeit

Gemeinsam mit unseren Lieferanten arbeiten wir auch an den Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf die Umwelt. So konnten wir etwa gemeinsam mit unserem wichtigsten Lieferanten für Installationssysteme in Europa unsere CO2-Emissionen durch optimierte Transportrouten zu unseren Werken und zu ausgewählten Grosskunden verringern. Die 2019 begonnene Umstellung wurde 2020 komplettiert und führt dazu, dass jährlich 300 000 km weniger Fahrtkilometer anfallen – das entspricht einer Verringerung der CO2-Emissionen um über 200 Tonnen.

200 t
jährlich eingesparte CO2-Emissionen durch nur eine Transportroutenoptimierung.