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Für ein besseres Klima

Auf einen Blick

Erfolge und Massnahmen

  • Modernisierung unserer globalen Fahrzeugflotte
  • Ausschliesslicher Bezug von Grünstrom in allen Hilti Betriebsstätten
  • Verschiedenste Effizienzmassnahmen von >1 GWh pro Jahr

CO2

Wir übernehmen Verantwortung, um die ökologischen Auswirkungen unserer Tätigkeiten aktiv zu managen und den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Aus diesem Grund haben wir es uns zum Ziel gesetzt, bis 2023 CO2-neutral zu sein.

Bei Hilti entstehen CO2-Emissionen durch unsere eigene Geschäftstätigkeit – dem Betrieb unserer Werke, Verwaltungsgebäude, Verkaufsstandorte, Reparaturzentren und Lagerhallen sowie unserer globalen Fahrzeugflotte (Scope 1 und 2)1. Der weitaus grössere Anteil der CO2-Emissionen fällt in unserer Lieferkette an und unterliegt damit nicht unserer direkten Kontrolle (Scope 31). Wir betrachten und erarbeiten Verbesserungen in allen Bereichen und wollen somit auch diese Emissionen so weit wie möglich vermindern.

Mit unserem Klimaziel beziehen wir uns auf die Emissionen innerhalb unseres eigenen Einflussbereiches: eigene direkte und indirekte Emissionen sowie zusätzlich die Emissionen aus unseren Dienstreisen.

Wie wollen wir dieses Ziel erreichen? Indem wir reduzieren, ersetzen und kompensieren (siehe hier).

1 Ansatz der operativen Kontrolle gemäss Greenhouse Gas Protocol

Foto: Hilti: Martin Schäfer, Sustainability Program Manager

Wir übernehmen Verantwortung. Um dem Klimawandel entgegenzuwirken, wollen wir bis 2023 CO2-neutral sein.

Martin Schäfer,
Sustainability Program Manager

Organisatorische Verankerung

Das Thema CO2 wird zentral aus dem Nachhaltigkeitsteam gesteuert, das direkt an den CEO berichtet. Um alle Bereiche unseres Konzerns in dieses relevante Thema einzubinden, gibt es einen zentral gesteuerten, regelmässigen internen Austausch, den wir künftig strukturiert erweitern werden.

Managementsysteme und Richtlinien

Wir haben eine konzerneinheitliche Umweltrichtlinie. Im Sinne eines strategischen Vorgehens beim Klimaschutz ist auch das Thema CO2-Emissionen in dieser Richtlinie verankert. Unsere Werke in Kaufering und Nersingen (Deutschland) sowie in Kecskemét (Ungarn) haben darüber hinaus ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001.

Mehr Information: Umweltschutz

Direkt und indirekt verursachte CO2-Emissionen inkl. Dienstreisen 2020

Grafik: Hilti: Direkt und indirekt verursachte CO2-Emissionen inkl. Dienstreisen 2020
Video: Hilti: CO2 Einsparungen
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CO2-neutral bis 2023

Reduzieren

  • In unseren Werken und Verwaltungsgebäuden verringern wir unsere CO2-Emissionen kontinuierlich durch neue technische Massnahmen, effizientere Maschinen und Verhaltensschulungen. Weiterhin halten wir verstärkt Besprechungen und Treffen digital ab, anstatt Dienstreisen anzutreten. Bereits vor dem Einbruch der allgemeinen Geschäftsreisetätigkeit aufgrund der COVID-19-Pandemie haben wir dieses Vorgehen forciert.

Ersetzen

  • Wir setzen weltweit auf grünen Strom – im Einkauf und in Eigenproduktion durch Photovoltaikanlagen. Ausserdem stellen wir unsere Energieversorgung, wo möglich, auf klimafreundliche Alternativen wie Fernwärme um. Weiterhin haben wir aufgrund unseres Direktvertriebsmodells mit vielen Kundenbesuchen einen relevanten Hebel zur Reduzierung von Emissionen in unserer globalen Fahrzeugflotte, die wir mit CO2-effizienteren Antriebsarten modernisieren.

Kompensieren

  • Mit Energieeinsparungen und der Nutzung alternativer Energiequellen können wir CO2-Emissionen signifikant verringern, aber nicht vollständig vermeiden. Deshalb werden wir die verbleibenden CO2-Emissionen durch CO2-Einsparungen in gleicher Höhe an anderer Stelle kompensieren. In Zusammenarbeit mit der Hilti Foundation und einem renommierten externen Partner werden wir ein Portfolio an eigenen Kompensations-Projekten ins Leben rufen. Wir sind bei diesen Projekten bereits in der Projektentwicklung stark involviert, um sicherzustellen, dass die verfolgten Ziele unseren Werten entsprechen und dass sie bei der Bevölkerung vor Ort einen signifikanten sozialen Nutzen schaffen. Derzeit sind die Projekte in der Konzeptionsphase und werden im Laufe des Jahres 2021 implementiert.

Implementierungs­beispiele 2020

Wir wollen unsere globale Fahrzeugflotte von Benzin- und Dieselantrieben auf elektrische Antriebe, Erdgas- und Voll-Hybrid-Fahrzeuge umstellen. Bereits für über 50 Prozent unserer globalen Fahrzeugflotte – mehr als 7000 Fahrzeuge – suchen wir derzeit eine solche Alternative. Wir werden diese sukzessive im Rahmen der auslaufenden Leasingverträge umstellen. In unserem Leitmarkt erwarten wir die Auslieferung der ersten Welle von über 60 batteriebetriebenen Fahrzeugen im zweiten Quartal 2021. Die Auslieferung weiterer Chargen batteriebetriebener und vollhybrider Fahrzeuge wird für das zweite Halbjahr erwartet. Durch die zunehmende Verfügbarkeit neuer Fahrzeugmodelle mit alternativen Antrieben sowie der verbesserten Ladeinfrastruktur sind wir zuversichtlich, diesen Prozess im kommenden Jahr in weiteren Märkten beschleunigt umsetzen zu können.

Wir haben unseren Strombedarf weltweit auf regenerative Energieträger umgestellt und beziehen damit an allen Standorten grünen Strom. Dies hat mit mehr als 40 000 Tonnen den grössten eigeninitiierten Effekt auf unsere CO2-Bilanz des Jahres 2020. Mit dem vertraglich vereinbarten Zukauf von grünem Strom aus neueren Kraftwerken, die vor weniger als zehn Jahren ans Netz gegangen sind, fördern wir zudem den weiteren Ausbau an Grünstromkraftwerken.

Im Berichtsjahr 2020 haben wir zahlreiche Energie-Effizienzmassnahmen durchgeführt und somit allein in unseren Werken den Energiebedarf um mehr als 1 Gigawattstunde reduziert. Drei Beispiele: In unserem Werk in Thüringen (Österreich) konnten wir mit einer kombinierten Energieversorgung aus Wärmerückgewinnung und Grundwasserkühlung in etwa 300 000 Kilowattstunden pro Jahr einsparen. Die Kühlung des Produktionsprozesses in unserem Werk in Nersingen (Deutschland) spart mit Hilfe einer Adsorptionskälteanlage im Jahr circa 80 000 Kilowattstunden gegenüber einer regulären Kälteanlage. Und in unserem Lager in Carpiano (Italien) sparen wir durch die Umstellung auf LED-Beleuchtung circa 150 000 Kilowattstunden im Jahr.

Um
>1 GWh

konnte der Energiebedarf in unseren Werken im Jahr 2020 reduziert werden.

Foto: Hilti: Tankendes Elektroauto

Neubewertung von
>50%
der globalen Fahrzeugflotte

Umgang mit Scope-3-Emissionen

Unsere Lieferkette sowie unsere globalen Transporte stehen für uns ebenfalls im Fokus. So stellen wir zum Beispiel die Transporte zu unseren Lagern vermehrt von der Strasse auf die Schiene um, was circa 90 Prozent der Emissionen einspart. Im Rahmen eines Pilotprojekts haben wir die Belieferung unseres Lagers in Shanghai vom Werk in Zhanjiang (beide in China) bereits erfolgreich umstellen können: Seit Oktober 2020 werden die Güter auf der 1500 Kilometer langen Transportstrecke auf der Schiene befördert. Ab Januar 2021 haben wir in gleicher Weise die Belieferung unseres Distributionszentrums in Wien (Österreich) aus dem Zentrallager in Nendeln (Liechtenstein) vollständig auf die Schiene umgestellt. Im Laufe des Jahres 2021 werden weitere Strecken in Asien, Zentraleuropa und Nordamerika folgen. Wir erwarten, damit eine Einsparung von in Summe mehr als 4000 Tonnen CO2 realisieren zu können. Weiterhin haben wir unsere Langstreckentransporte zwischen Asien und Europa bereits Anfang des Berichtsjahres vom Flugzeug auf die Bahn verlagert, was im Berichtsjahr zu CO2-Einsparungen von mehr als 4000 Tonnen geführt hat.

Foto: Hilti: Transport Ware im Güterzug, Container werden geladen
Von der Strasse auf die Schiene: In Shanghai, Wien und Nendeln setzen wir bereits auf den Zug.

Daten

Aufgrund der COVID-19-Pandemie lassen sich unsere CO2-Emissionen nur schwer mit der Vorjahresperiode vergleichen. Im Zuge dieser weltweiten Krise haben sich unsere Produktionstätigkeiten, aber vor allem Vertriebsaktivitäten und Dienstreisen signifikant reduziert. In direkter Konsequenz haben sich unsere CO2-Emissionen um rund 65 000 Tonnen verringert, bei denen es sich teilweise um Einmaleffekte handeln dürfte. Dienstreisen, allen voran das Flugaufkommen, das ab März 2020 fast vollständig zum Erliegen kam, wollen wir auch nach Ende dieser Krise teilweise durch digitale Meetings ersetzen, um so unsere Emissionen nachhaltig zu verringern. Bei CO2-Einsparungen durch eigene Projekte hat die Umstellung unserer Energieversorgung auf grünen Strom mit circa 40 000 Tonnen den grössten Effekt.

Energie

   
in MWh    
 201820192020Verän-
derung
Strom143 006144 482137 970-4,5%
davon erneuerbarer Strom8,7%8,6%100%
Brenn- und Treibstoff418 102430 211321 930-25,2%
Fernwärme10 2429 9409 136-8,1%
Verkaufte Energie (abzgl.)18121633,3%
Gesamtenergieverbrauch
innerhalb der Organisation
571 332584 621469 020-19,8%

CO2-Emissionen

   
in t   
 201820192020
Scope 1100 380104 31475 439
Scope 2 (marktbasierte Methode)146 39947 819204
Dienstreisen41 9159 130

2018 und 2019 gemäss standortbasierter Methode