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Nachhaltigkeits­management

«Eine bessere Zukunft bauen» – dies ist seit fast zwei Jahrzehnten unsere Handlungs­maxime.

In Anbetracht der ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen, mit denen wir uns konfrontiert sehen, werden wir diesem Leitbild mehr als je zuvor gerecht werden. Wir wollen bei Entscheidungen ökologische, menschliche und soziale Aspekte gleichwertig mit ökonomischen Faktoren berücksichtigen. Im Jahr 2020 haben wir hierfür wichtige Grundlagen geschaffen: Wir haben das Thema Nachhaltigkeit organisatorisch verankert und eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt.

Unser Verständnis von Nachhaltigkeit

Langfristigen Erfolg durch eine Unternehmensstrategie sichern, die ökologische, menschliche und soziale Aspekte gleichwertig mit ökonomischen Faktoren berücksichtigt.

Unsere Unternehmensstrategie

Die Kernziele unserer Nachhaltigkeitsstrategie

Unsere Nachhaltigkeits­strategie

Zur Erarbeitung dieser Strategie haben wir zunächst ermittelt, welche Nachhaltigkeitsthemen für unsere Unternehmensgruppe wesentlich sind. Hierzu haben wir im Berichtsjahr eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. In einem ersten Schritt haben wir eine Vielzahl von potenziell relevanten Themen gesammelt. Diese stammen aus Initiativen wie dem UN Global Compact, den Zielen für nachhaltige Entwicklung der UN, diversen Studien sowie der Befragung von und Analyse durch interne und externe Experten und Anspruchsgruppen. Diese relevanten Themen haben wir unter den Gesichtspunkten der Relevanz für Geschäftserfolg und Anspruchsgruppen sowie der Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft bewertet. Während die Auswirkungen und die Relevanz für Anspruchsgruppen durch externe Experten bewertet wurden, haben wir für die Geschäftsrelevanz Interviews und eine interne Befragung durchgeführt. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die für unser Unternehmen wesentlichen Themen. Wie in der Übersicht aufgezeigt, haben wir die Themen gemäss ihrer Relevanz in «Globale Prioritäten» und «Globale Themen» gruppiert. Da weiterhin das Engagement unserer Mitarbeitenden auf lokaler Ebene eine zentrale Rolle bei der Umsetzung unserer Nachhaltigkeits­strategie spielt, werden diese durch zahlreiche lokale Initiativen ergänzt. 

Alle wesentlichen Themen haben wir einem der drei strategischen Handlungsfelder – Umwelt, Menschen und Gesellschaft – zugeordnet sowie unseren Einfluss auf die Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN evaluiert (siehe hier).

Für alle global relevanten Themen haben wir Ziele definiert, die obenstehend für unsere globalen Prioritäten illustriert sind. Mit den beiden Themen «Engagement der Mitarbeitenden» sowie «Inklusion & Diversität» beschäftigen wir uns bereits seit Jahren aus einer strate­gischen Perspektive, sodass sie eine übergeordnete Position einnehmen. 

Mehr Information: Nachhaltige Kultur und Engagement der Mitarbeitenden

Unsere Wesentlichkeitsmatrix

Verantwortlichkeiten für verantwortungsvolles Handeln

Um Nachhaltigkeit organisatorisch zu verankern, haben wir 2020 ein Nachhaltigkeitsteam aufgebaut, das direkt an den CEO berichtet. Es betreut übergeordnete strategische, steuernde und kommunikative Themen, fungiert als Schnittstelle für alle relevanten Personen und unterstützt bei der Umsetzung von Massnahmen. Für alle 16 globalen Prioritäten und Themen haben wir strategische und operative Verantwortlichkeiten innerhalb der Organisation definiert. Weiterhin haben wir begonnen, Verantwortlichkeiten in den lokalen Orga­nisationen und Konzernfunktionen zu etablieren, um eine stärkere Verankerung und einen stärkeren Austausch innerhalb der Gruppe zu fördern.

Das beratende Gremium für unsere Aktivitäten ist das Sustainability Council, das zweimal im Jahr zusammenkommt. Es übernimmt die strategische Beratung und unterstützt bei funktionsübergreifenden Themen, fungiert jedoch nicht als Entscheidungsgremium. Der Vorsitz liegt beim CEO. Zum Council zählen die Leiter der zwei grössten Regionen und Geschäftsfelder sowie der globalen Funktionen Recht, Personal, Logistik und Kommunikation.

In den 16 wesentlichen Themen unserer Nachhaltigkeitsstrategie wollen wir Transparenz schaffen – und uns am Resultat ­unserer ambitionierten Ziele messen lassen. Wir werden Nachhaltigkeit in fundamentaler Weise in allen Bereichen unseres Geschäfts verankern.

Peter Rupp,
Head of Corporate Sustainability

Im Dialog mit unseren Anspruchsgruppen

Wir legen grossen Wert auf einen regelmässigen Austausch mit unseren internen und externen Anspruchsgruppen. Dabei ist es uns wichtig, einen offenen Dialog zu führen und über die unterschiedlichen Perspektiven konstruktiv zu diskutieren. Dieses Feedback hilft uns dabei, uns stetig weiterzuentwickeln. Im Berichtsjahr wurden wir von der internationalen, unabhängigen Rating-Agentur EcoVadis mit dem Silber-Status ausgezeichnet. EcoVadis beurteilt die Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen in den vier Kategorien Umwelt, Arbeitspraktiken, faire Geschäftspraktiken und nachhaltige Beschaffung. Mittelfristig wollen wir uns auf Gold-Status verbessern. 

Die Bedürfnisse unserer Anspruchsgruppen sind unterschiedlich, und so nutzen wir auch verschiedene Kommunikationskanäle, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Der direkte und regelmässige Kontakt vor Ort mit unseren Kunden gehört seit jeher zu den Alleinstellungsmerkmalen unserer Gruppe. Darüber hinaus stehen wir über unseren Kundenservice telefonisch und per E-Mail, in den Hilti Stores oder digital über unsere Internetpräsenz und in den sozialen Medien im Austausch mit unseren Kunden. Die Meinung unserer Kunden fragen wir im jährlichen Rhythmus im Rahmen von Kundenbefragungen ab.

Neben Kunden sind insbesondere unsere Mitarbeitenden eine wichtige Anspruchsgruppe. Den regelmässigen Austausch innerhalb der Belegschaft fördern wir nicht nur im täglichen Arbeitsumfeld, sondern auch über verschiedene interne Medien und Veranstaltungsformate. Um alle unsere Mitarbeitenden auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit mitzunehmen, haben wir vor Veröffentlichung unseres Nachhaltigkeitsberichts eine globale interne Kommunikationskampagne gestartet, in der wir unsere Verantwortung, Herausforderungen und Massnahmen in den sieben «Globalen Prioritäten» dargestellt haben.

Wir arbeiten international mit vielen Lieferanten und Geschäftspartnern zusammen. Dabei ist es uns wichtig, Partnerschaften auf Augenhöhe aufzubauen. Hierbei setzen wir insbesondere auf regelmässige persönliche Gespräche. Weiterhin sind wir in Verbänden und Interessensvertretungen aktiv und arbeiten zusammen mit Forschungs­einrichtungen und Universitäten.

Grafik: Hilti: Zusammenhang wesentliche Themen und Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN