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Fähigkeiten nutzen

Economic Empowerment

Die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Laut den Vereinten Nationen leben aktuell rund 700 Mio. Menschen in extremer Armut und müssen mit einem Tageslohn von weniger als USD 2 auskommen. Die Weltbank schätzt sogar, dass aufgrund der aktuellen COVID-19-Pandemie weitere 150 Mio. Menschen bis 2021 unter diese Armutsgrenze rutschen werden. Trotz aller internationalen Anstrengungen geht man davon aus, dass im Jahr 2030 noch mindestens 600 Mio. Menschen unter solchen Voraussetzungen leben werden. 90 Prozent davon südlich der Sahara.

Die Ziele der Hilti Foundation sind daher klar: Es geht darum, Menschen zu befähigen, dieser Spirale zu entkommen und wirtschaftlich unabhängig zu werden, mit einem nachhaltigen Einkommen, das für bessere Lebensumstände sorgt. Nur so können Menschen auch einen Beitrag für eine sozial und wirtschaftlich gesunde Gesellschaft leisten.

Die Aktivitäten der Hilti Foundation konzentrieren sich geografisch auf Ostafrika, da in den dortigen ländlichen Regionen die Armut überproportional hoch ist. Gemeinsam mit der Hilfsorganisation «Hand in Hand International» hat man Selbsthilfegruppen ins Leben gerufen, die von professionellen, einheimischen Business-Coaches geleitet werden und jenes Wissen vermitteln, das für junge Unternehmer grundlegend ist. Diese Selbsthilfegruppen legen zudem selbst erwirtschaftete Spargelder an, die wiederum als Mikrokredite an die einzelnen Mitglieder für notwendige Investitionen vergeben werden. Das Programm trägt Früchte: Bis Ende 2020 wurden bereits rund 11 000 neue Kleinunternehmen gegründet und etwa 10 000 neue Jobs geschaffen. 90 Prozent aller Teilnehmenden, die das Programm absolviert haben, erwirtschaften danach ein Einkommen über der Armutsgrenze.

Bestärkt durch diese Erfolge hat die Hilti Foundation mit ihren Partnern im Sommer 2020 ein Dreijahres-Projekt gestartet: Bis 2024 will man die Gründung von rund 40 000 landwirtschaftlichen Kleinbetrieben unterstützen und auf diese Weise rund 150 000 Ostafrikanern ein besseres Leben ermöglichen. Ab 2021 plant die Hilti Foundation zudem Initiativen, um aus bestehenden Kleinbetrieben solide Mittelbetriebe zu machen, die sich in Folge zu Genossenschaften zusammenschliessen sollen. Dies würde den einzelnen Unternehmern zusätzliche Ausbildungsangebote, bessere Logistik- und Einkaufskonditionen sowie Zugang zu grösseren Absatzmärkten bringen. Letztendlich geht es der Hilti Foundation in all diesen Projekten darum, ein System zu etablieren, das eigenständig seine wirtschaftliche Entwicklung vorantreibt. Für Menschen und Familien, die so der Armut entkommen und sogar Teil einer aufkeimenden Mittelklasse werden können.

Foto: Hilti: Afrikanische Frauen und ein Mädchen sitzen vor einer Holzhütte und bereiten Maiskolben auf
Wirtschaftliche Unabhängigkeit schaffen – ein eigenes Geschäft und ein nachhaltiges und wachsendes Einkommen wird für viele Familien zur Grundlage, um einen besseren Lebensstandard zu erreichen.

Mit Nadel und Heuhaufen

Mary Machala lebt in einem kleinen Dorf in Kenia. Sie ist Mutter von drei Kindern und hat sich über die Jahre auf dem Land eine eigene, bescheidene Schneiderwerkstatt aufgebaut. Ihr Mann Joseph arbeitet wochentags als Tischler in Nairobi. Dennoch reichte das gemeinsame Einkommen bis vor kurzem gerade für das Nötigste.

Ein Gespräch mit ihrem ältesten Sohn wurde für Mary schliesslich zum Schlüsselerlebnis. Er erzählte ihr, von einer technischen Ausbildung in der Stadt zu träumen. Mary erlebte als ältestes von sieben Kindern am eigenen Leib, wie ihre Eltern tagtäglich damit zu kämpfen hatten, dass genug Essen für die ganze Familie auf dem Tisch stand. Für Berufsausbildungen oder Ähnliches blieb schlicht kein Geld. Dieses Schicksal will Mary ihren eigenen Kindern ersparen.

Video: Hilti: Mary Machala in Kenia
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Foto: Hilti: Mary Machala, Unternehmensgründerin, Muranga, Kenia

Jetzt, wo ich meine kleinen Unternehmen habe, fühle ich mich viel freier im Leben. Ich hätte nie gedacht, dass ich das erreichen würde.

Mary Machala,
Unternehmensgründerin, Muranga, Kenia

Anfang 2019 besuchte sie erstmals eine Selbsthilfegruppe, die von der Hilti Foundation unterstützt und von einem Mitarbeiter der Hilfsorganisation «Hand in Hand International» geleitet wird. Dort erlernte Mary nach und nach die Grundlagen, die ihr neben ihrer angestammten Arbeit noch ein zweites berufliches Standbein ermöglichten: eine kleine Landwirtschaft mit Vieh und Gemüseanbau.

Dank dem daraus resultierenden zusätzlichen Einkommen blicken Mary und ihre Familie heute in eine bessere Zukunft. Eine Zukunft, die es ihr sogar möglich macht, ihren Kindern eine Ausbildung zu finanzieren, die Grundlage für deren zukünftiges, selbstbestimmtes Leben sein wird.

Mehr Information: Hilti Foundation